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Wer ist Gabriëlla Cleuren ?

October 14, 2017 - Gabriëlla Cleuren

Über mein künstlerisches Schaffen

Als Kind lebte ich unbewusst, spielte nie mit Puppen, sondern mit abgeschälten Ästchen: gewachsene Kinder. Ihre Kleider waren kleine Blätter, in die sie gewickelt wurden, manchmal mit einem Faden festgebunden.

Mein Haus war mit Fingerlinien in die Erde gezeichnet. Schon damals schuf ich Bilder, und die Natur war mein Medium. Ich zog sie dem Künstlichen vor, das keinen Platz für Fantasie ließ. So ließ ich eine Welt entstehen, die offen war und die unendlich variiert werden konnte.

Darstellen

Der erste Ansatz eines Künstlers: darstellen! Bis heute ist das Teil meines Werks. Bewusst ausgewählt werden gefundene Bilder umgesetzt, um meine Sicht zu vermitteln.

Der Blick für die Menschen kam später. Häufig musste ich als 10-jährige in der Schule vorlesen. Aus Geschichten mit Ungeheuern, Hexen und Feen, aber das schien mir alles zu unecht. Danach wurde meine Kreativität zur Musik gelenkt. Auch diesen Aspekt habe ich beim Malen behalten, in der Pinselführung und der rhythmischen  Bewegung auf der ebenen Oberfläche.

Mein langer Aufenthalt in der Karibik brachte eine besondere Liebe für Farbe. Mein Anfang ist Smaragdgrün, es setzt sich fest als seegrüner Untergrund. Mediterrane Farbe! So male ich noch immer. Ich beginne mit dem Wasser, dem Meer.

Augenzeugnis

Die in Veränderung begriffene Welt macht tiefen Eindruck auf mich. Die Welt Goyas tauchte überall auf. Plötzlich schaute ich durch seine Augen in meine Zeit. Die war nicht anders. Wie war das möglich? 200 Jahre waren seitdem vergangen. Entwickelt sich die Menschheit geistig nicht weiter?

Inspiration

Ich sammle Bilder, die das zeigen, und setze sie kreativ in einer zeitgemäßen Form mit einer emotionalen Ausprägung um. Freie Interpretation muss in eine bestimmte Richtung gehen und der emotionale Aspekt ist für mich wesentlich.

Von der Evolution der Welt versuche ich, Zeugnis abzulegen.

Es ist meine Zeit, es ist Ihre Zeit.

Brave New Old Worlds

Deshalb fasse ich die Arbeiten in einer Serie zusammen: BNOW: „Brave New Old World“ – schöne neue alte Welt.

Dabei steht das menschliche Verhalten im Mittelpunkt. Die Form ist häufig fragmentarisch, zum Abstrakten überspringend, roh wie der Inhalt. Form und Inhalt sind eins.

Ich nehme Sie an der Hand

Meine Brave New Old World ist immer eine persönliche Reflexion. Ein Zeugnis, jedoch gefärbt durch meine Sicht, meine Gedanken, meine Emotionen, meine Technik. Ganz eigen. Nie perfekt.

Diese Ego-Realität hat einen nicht zu beschreibenden Reiz. Gleichzeitig ist sie ein Spiegel, in den man schauen kann.

Philosophie versus Technik

Meine Arbeiten sind nicht dekorativ. Sie sind eine philosophische Auseinandersetzung mit meiner Zeit, mit meiner Umgebung und eine Analyse des Selbst: Bewusstwerdung. Das will ich mit den Betrachtern teilen (machen Sie das Gleiche): Die Übel werden verdaulich in Schönheit festgehalten. Es sind Bilder der Hoffnung.

Das alles handhabe ich sehr spontan. Ich entscheide mich für Acryl auf Papier (schwer), manchmal Leinwand. Aber meine pastose Pinselführung lässt sich besser auf Papier umsetzen. Es ist direkt, hält, was man darauf setzt, fest. Die Farbe verläuft nicht und wird nicht aufgesogen. Das Bild ist hinter Glas ist hervorragend geschützt. Es fungiert als Firnis und verleiht Tiefe.

© Gabriëlla Cleuren​ 2017

 

 

 

 

 


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